Dez 13 2010
Die Mikrofon Qualität: extrem wichtig bei der Aufnahme
Reporter, die Audioaufnahmen für einen Radiosender machen müssen, wissen, dass die Qualität der Aufnahme immer nur so gut ist, wie es das schwächste Glied in der Kette der eingesetzten Aufnahmetechnik zulässt. Dabei gibt es einen entscheidenden Fehler, der immer wieder gerne gemacht wird. Es wird beim Kauf des Mikrofons gespart.
Wer sich nur kurz darüber Gedanken macht, wird schnell herausfinden, warum man hier am völlig falschen Ende spart. Das Mikrofon stellt das erste Glied in der Aufnahmekette dar. Keines der nachgeschalteten Geräte kann den Ton, den das Mikrofon liefert, verbessern. Im besten Falle bleibt er so gut, wie ihn das Mikrofon aufgenommen hat, in allen anderen Fällen leidet seine Qualität. Deshalb ist es extrem wichtig, dass man sich ein hochwertiges Mikrofon kauft, auch wenn dieses nicht gerade billig sind. Dafür haben gute Mikrofone in der Regel aber eine sehr hohe Lebenserwartung, was den Anschaffungspreis dann wieder etwas relativiert.
Grundsätzlich gibt es für Radioreporter zwei Mikrofontypen, die wichtig sind. Zum einen das Kondensatormikrofon und zum anderen das dynamische Mikrofon. Universell einsetzbar im Bereich der Radioarbeit ist das Kondensatormikrofon. Zu beachten ist, dass dieser Typ Mikrofon Strom benötigt. Dieser stammt meist aus Batterien, kann aber auch über ein Mischpult geliefert werden, was im Außeneinsatz aber meistens nicht machbar ist. Kondensatormikrofone sind sehr empfindlich, was den Nachteil hat, dass Töne, die sehr laut sind, zu Verzerrungen führen können. Auch sehr leise Geräusche, wie beispielsweise ein Windhauch, können die Aufnahme schon ruinieren. Der Nachteil ist aber gleichzeitig auch ein Vorteil, da mit so einem Mikrofon auch sehr leise Töne gut aufgenommen werden können. Darüber hinaus klingen Kondensatormikrofone neutraler als die dynamischen Mikrofone.
Dynamische Mikrofone funktionieren aufgrund ihrer Bauweise ohne externe Stromquelle. Dynamische Mikrofone sind generell unempfindlicher als Kondensatormikrofone. Dies gilt sowohl bei der Aufnahme von Tönen als auch für den Umgang mit dem Mikrofon an sich. Hohe Luftfeuchtigkeit, Wind und unsanfte Behandlung machen einem dynamischen Mikrofon nicht viel aus. Auch Verzerrungen bei sehr lauten Tönen kommen in der Regel nicht vor. Der wichtigste Nachteil von dynamischen Mikrofonen ist, dass sie leise Töne nur relativ schlecht aufnehmen können. Während dies bei Interviews kein Problem darstellt, kann es etwa bei reinen Geräuschaufnahmen zu unbefriedigenden Ergebnissen kommen.
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